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[ˈapɡaːsˌʁoːɐ̯]

Abgasrohr

Das Abgasrohr leitet die Verbrennungsgase eines Heizkessels oder Ofens sicher ins Freie. Material und Ausführung müssen zur Feuerstätte passen, bei Brennwertgeräten etwa feuchteunempfindlich sein.
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Fabian Hammer

Geschäftsführer

Was ist ein Abgasrohr?

Ein Abgasrohr ist die Verbindung zwischen Feuerstätte und Schornstein oder Abgasleitung, über die Verbrennungsgase aus dem Haus geführt werden. Es funktioniert wie der Auspuff eines Autos: Was bei der Verbrennung entsteht, muss sicher und dicht nach draußen. Je nach Heizung unterscheiden sich die Anforderungen deutlich. Brennwertgeräte erzeugen kühle, feuchte Abgase, weshalb hier meist Rohre aus Kunststoff oder Edelstahl zum Einsatz kommen, die dem Kondensat standhalten. Holz- und Pelletöfen benötigen dagegen hitzebeständige Rohre aus Stahl. Häufig wird ein konzentrisches System genutzt, das gleichzeitig Verbrennungsluft zuführt.

Praxisbezug bei Hammer Haustechnik

Beim Austausch eines alten Heizkessels gegen ein Brennwertgerät ist die Abgasführung ein zentrales Thema. Der vorhandene Schornstein ist für die feuchten Abgase oft nicht geeignet und muss mit einem passenden Abgassystem nachgerüstet werden. Hammer Haustechnik plant die Abgasführung passend zum Wärmeerzeuger, installiert sie fachgerecht und stimmt die Ausführung mit dem zuständigen Bezirksschornsteinfeger ab. Auch bei Pellet- und Holzheizungen achten wir darauf, dass Querschnitt, Material und Anschluss zur Feuerstätte passen, damit die Anlage sicher und effizient arbeitet.

Funktionsweise

Nach der Verbrennung strömen die Abgase aus dem Wärmeerzeuger in das Abgasrohr. Bei klassischen Kesseln sorgt der natürliche Auftrieb im Schornstein für den Abzug, Brennwertgeräte schieben die Abgase mit einem Gebläse aktiv hinaus. Im konzentrischen Luft-Abgas-System fließen die Abgase im Innenrohr nach oben, während im äußeren Ringspalt frische Verbrennungsluft zum Gerät gelangt. Anfallendes Kondensat läuft zurück zum Gerät und wird über einen Ablauf, bei Bedarf mit Neutralisation, abgeleitet.

Vorteile

Sichere Ableitung der Abgase
Raumluftunabhängiger Betrieb möglich
Korrosionsbeständige Materialien
Nachrüstung im Schornstein möglich

Nachteile

Muss zur Feuerstätte passen
Abnahme durch Schornsteinfeger nötig
Undichtigkeiten gefährlich

FAQs

Häufig gestellte Fragen

Meist nicht direkt, weil die feuchten Abgase das Mauerwerk schädigen würden. Häufig lässt sich aber ein Abgasrohr aus Kunststoff oder Edelstahl in den bestehenden Schacht einziehen. Wir prüfen die Möglichkeiten gemeinsam mit dem Schornsteinfeger.
Bei Brennwertgeräten ist Kondensat im Abgassystem normal und wird zum Gerät zurückgeführt. Tritt Wasser aber an Verbindungsstellen aus oder sammelt sich am Boden, sollte die Abgasleitung von einem Fachbetrieb überprüft werden.
Die Abgasanlage wird im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Feuerstättenschau und Messungen vom Bezirksschornsteinfeger geprüft; die Abstände richten sich nach der Art der Feuerstätte. Zusätzlich gehört eine Sichtkontrolle von Anschlüssen, Dichtungen und Kondensatablauf zur regelmäßigen Wartung der Heizung. Wir übernehmen diese Kontrolle bei der Heizungswartung.
Davon raten wir dringend ab. Undichte oder falsch dimensionierte Abgasleitungen können dazu führen, dass Abgase und Kohlenmonoxid ins Haus gelangen. Montage und Änderungen gehören in die Hand eines Fachbetriebs und müssen vom Bezirksschornsteinfeger abgenommen werden.

Verwandte begriffe

Wasserführender Kaminofen

[ˈvasɐˌfyːʁəndɐ kaˈmiːnˌʔoːfn̩]
Ein wasserführender Kaminofen heizt nicht nur den Aufstellraum, sondern gibt einen Teil seiner Wärme über eine Wassertasche an die Zentralheizung ab.

Rücklauftemperatur

[ˈʁʏklaʊ̯ftɛmpəʁaˌtuːɐ̯]
Die Rücklauftemperatur ist die Temperatur des Heizungswassers, das nach der Wärmeabgabe zum Wärmeerzeuger zurückfließt. Je niedriger sie ist, desto effizienter arbeiten Brennwertgeräte und Wärmepumpen.

Aufbereitetes Heizungswasser

[ˈaʊ̯fbəˌʁaɪ̯tətəs ˈhaɪ̯t͡sʊŋsˌvasɐ]
Aufbereitetes Heizungswasser ist enthärtetes oder entsalztes Füllwasser für die Heizung. Es schützt Kessel, Wärmetauscher und Rohre vor Kalkablagerungen und Korrosion.

Heizlastberechnung

[ˈhaɪ̯t͡sˌlastbəˌʁɛçnʊŋ]
Die Heizlastberechnung ermittelt, wie viel Wärmeleistung ein Gebäude an den kältesten Tagen benötigt. Sie ist die Grundlage für die richtige Auslegung jeder Heizungsanlage.

Fernwärmeübergabestation

[ˈfɛʁnvɛʁməˌʔyːbɐɡaːbəʃtaˌt͡si̯oːn]
Eine Fernwärmeübergabestation verbindet das Fernwärmenetz mit der Heizungsanlage im Gebäude. Sie überträgt die Wärme, regelt Temperaturen und erfasst den Verbrauch.

Pelletheizung

[ˈpɛlətˌhaɪ̯t͡sʊŋ]
Eine Pelletheizung verbrennt gepresste Holzpellets, um Heizwärme und Warmwasser zu erzeugen. Sie arbeitet vollautomatisch und nutzt einen nachwachsenden Brennstoff.

Sommerbetrieb (Heizung)

[ˈzɔmɐbəˌtʁiːp]
Im Sommerbetrieb schaltet die Heizungsanlage die Raumheizung ab und erzeugt nur noch Warmwasser. Das spart Energie in der warmen Jahreszeit, ohne auf warmes Wasser zu verzichten.

Smarthome-Heizungssteuerung

[ˈsmaːɐ̯tˌhoːm ˈhaɪ̯t͡sʊŋsˌʃtɔɪ̯ɐʁʊŋ]
Eine Smarthome-Heizungssteuerung regelt Heizung und Raumtemperaturen digital, per App oder Zeitplan. Sie hilft, Wärme nur dann bereitzustellen, wenn sie tatsächlich gebraucht wird.

Frostschutz-Stellung

[ˈfʁɔstʃʊt͡sˌʃtɛlʊŋ]
Die Frostschutz-Stellung ist eine Einstellung an Thermostatköpfen oder Heizungsreglern, die Räume und Leitungen vor dem Einfrieren schützt, ohne sie spürbar zu beheizen.

Kesselthermostat

[ˈkɛsl̩tɛʁmoˌstaːt]
Ein Kesselthermostat regelt die Temperatur des Wassers im Heizkessel. Er schaltet den Brenner ein und aus, sobald die eingestellte Kesseltemperatur unter- oder überschritten wird.