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[ˈpɛlətˌhaɪ̯t͡sʊŋ]

Pelletheizung

Eine Pelletheizung verbrennt gepresste Holzpellets, um Heizwärme und Warmwasser zu erzeugen. Sie arbeitet vollautomatisch und nutzt einen nachwachsenden Brennstoff.
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Fabian Hammer

Geschäftsführer

Was ist eine Pelletheizung?

Eine Pelletheizung ist eine Zentralheizung, die kleine Presslinge aus naturbelassenen Holzresten verbrennt, meist Säge- und Hobelspäne. Im Alltag funktioniert sie ähnlich komfortabel wie eine Öl- oder Gasheizung: Der Brennstoff wird automatisch aus einem Lager zum Kessel transportiert, gezündet und bedarfsgerecht verbrannt. Da Holz beim Verbrennen nur so viel CO₂ freisetzt, wie der Baum beim Wachsen gebunden hat, gilt die Pelletheizung als weitgehend klimaneutral. Rund zwei Kilogramm Pellets entsprechen im Energiegehalt etwa einem Liter Heizöl. Voraussetzung ist ausreichend Platz für Kessel und Pelletlager.

Praxisbezug bei Hammer Haustechnik

Hammer Haustechnik plant und installiert Pelletheizungen für Ein- und Mehrfamilienhäuser, sowohl im Neubau als auch beim Austausch alter Öl- und Gaskessel. Gemeinsam mit Ihnen klären wir, wo Kessel und Lager Platz finden, ob ein Lagerraum, ein Gewebetank oder ein Erdtank sinnvoll ist und wie der Pufferspeicher dimensioniert werden sollte. Grundlage ist eine Heizlastberechnung, damit der Kessel nicht überdimensioniert wird. Wir prüfen die aktuellen Förderprogramme, unterstützen Sie bei den Anträgen und übernehmen die komplette Umsetzung bis zur Inbetriebnahme und Wartung.

Funktionsweise

Die Pellets werden per Förderschnecke oder Saugsystem aus dem Lager zum Kessel transportiert. Dort gelangen sie in den Brennraum und werden elektrisch gezündet. Ein Gebläse führt die passende Menge Verbrennungsluft zu, während die Regelung Brennstoffzufuhr und Leistung an den Wärmebedarf anpasst. Die heißen Verbrennungsgase geben ihre Wärme über einen Wärmetauscher an das Heizungswasser ab, das meist in einen Pufferspeicher geleitet wird. Asche wird automatisch in einen Behälter befördert, der gelegentlich geleert wird.

Vorteile

Nachwachsender Brennstoff
Vollautomatischer Betrieb
Förderfähig
Unabhängig von Öl und Gas

Nachteile

Platzbedarf für Lager
Höhere Anschaffungskosten
Regelmäßige Ascheentleerung
Feinstaubemissionen

FAQs

Häufig gestellte Fragen

Ja, das ist ein häufiger Anwendungsfall, weil der frühere Tankraum oft als Pelletlager genutzt werden kann. Zusätzlich muss meist die Abgasführung angepasst und ein Pufferspeicher eingeplant werden.
Im Alltag müssen Sie vor allem den Aschebehälter in regelmäßigen Abständen leeren, bei vielen Kesseln nur wenige Male pro Heizsaison. Einmal im Jahr sollte eine Wartung durch einen Fachbetrieb erfolgen, bei der Brennraum, Wärmetauscher, Fördersystem und Verbrennungswerte geprüft werden. Hinzu kommen die Messungen durch den Schornsteinfeger.
Entscheidend sind die benötigte Kesselleistung, die Art des Pelletlagers und des Fördersystems, die Größe des Pufferspeichers sowie der Aufwand für Abgasführung und den Rückbau der alten Heizung. Auch bauliche Anpassungen im Heizraum spielen eine Rolle. Wir erstellen Ihnen auf Basis einer Heizlastberechnung ein passendes Angebot.
Verwenden Sie genormte Pellets mit anerkannter Qualitätszertifizierung, wie sie auch die Kesselhersteller vorschreiben. Pellets mit hohem Staub- oder Feuchteanteil führen zu mehr Asche, Störungen im Fördersystem und schlechterer Verbrennung. Wichtig ist außerdem ein trockenes Lager, da Pellets bei Feuchtigkeit aufquellen und zerfallen.
Neben dem Kessel benötigen Sie ein Pelletlager, das idealerweise einen Jahresbedarf aufnehmen kann. Die Größe hängt vom Wärmebedarf Ihres Hauses ab. Wir ermitteln gemeinsam mit Ihnen die passende Lagerlösung für Ihre Räumlichkeiten.

Verwandte begriffe

Wasserführender Kaminofen

[ˈvasɐˌfyːʁəndɐ kaˈmiːnˌʔoːfn̩]
Ein wasserführender Kaminofen heizt nicht nur den Aufstellraum, sondern gibt einen Teil seiner Wärme über eine Wassertasche an die Zentralheizung ab.

Rücklauftemperatur

[ˈʁʏklaʊ̯ftɛmpəʁaˌtuːɐ̯]
Die Rücklauftemperatur ist die Temperatur des Heizungswassers, das nach der Wärmeabgabe zum Wärmeerzeuger zurückfließt. Je niedriger sie ist, desto effizienter arbeiten Brennwertgeräte und Wärmepumpen.

Aufbereitetes Heizungswasser

[ˈaʊ̯fbəˌʁaɪ̯tətəs ˈhaɪ̯t͡sʊŋsˌvasɐ]
Aufbereitetes Heizungswasser ist enthärtetes oder entsalztes Füllwasser für die Heizung. Es schützt Kessel, Wärmetauscher und Rohre vor Kalkablagerungen und Korrosion.

Heizlastberechnung

[ˈhaɪ̯t͡sˌlastbəˌʁɛçnʊŋ]
Die Heizlastberechnung ermittelt, wie viel Wärmeleistung ein Gebäude an den kältesten Tagen benötigt. Sie ist die Grundlage für die richtige Auslegung jeder Heizungsanlage.

Fernwärmeübergabestation

[ˈfɛʁnvɛʁməˌʔyːbɐɡaːbəʃtaˌt͡si̯oːn]
Eine Fernwärmeübergabestation verbindet das Fernwärmenetz mit der Heizungsanlage im Gebäude. Sie überträgt die Wärme, regelt Temperaturen und erfasst den Verbrauch.

Abgasrohr

[ˈapɡaːsˌʁoːɐ̯]
Das Abgasrohr leitet die Verbrennungsgase eines Heizkessels oder Ofens sicher ins Freie. Material und Ausführung müssen zur Feuerstätte passen, bei Brennwertgeräten etwa feuchteunempfindlich sein.

Sommerbetrieb (Heizung)

[ˈzɔmɐbəˌtʁiːp]
Im Sommerbetrieb schaltet die Heizungsanlage die Raumheizung ab und erzeugt nur noch Warmwasser. Das spart Energie in der warmen Jahreszeit, ohne auf warmes Wasser zu verzichten.

Smarthome-Heizungssteuerung

[ˈsmaːɐ̯tˌhoːm ˈhaɪ̯t͡sʊŋsˌʃtɔɪ̯ɐʁʊŋ]
Eine Smarthome-Heizungssteuerung regelt Heizung und Raumtemperaturen digital, per App oder Zeitplan. Sie hilft, Wärme nur dann bereitzustellen, wenn sie tatsächlich gebraucht wird.

Frostschutz-Stellung

[ˈfʁɔstʃʊt͡sˌʃtɛlʊŋ]
Die Frostschutz-Stellung ist eine Einstellung an Thermostatköpfen oder Heizungsreglern, die Räume und Leitungen vor dem Einfrieren schützt, ohne sie spürbar zu beheizen.

Kesselthermostat

[ˈkɛsl̩tɛʁmoˌstaːt]
Ein Kesselthermostat regelt die Temperatur des Wassers im Heizkessel. Er schaltet den Brenner ein und aus, sobald die eingestellte Kesseltemperatur unter- oder überschritten wird.