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[ˈzɔmɐbəˌtʁiːp]

Sommerbetrieb (Heizung)

Im Sommerbetrieb schaltet die Heizungsanlage die Raumheizung ab und erzeugt nur noch Warmwasser. Das spart Energie in der warmen Jahreszeit, ohne auf warmes Wasser zu verzichten.
Mann lächelt in blauem Hemd vor grauem Hintergrund

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Fabian Hammer

Geschäftsführer

Was ist der Sommerbetrieb?

Der Sommerbetrieb ist eine Betriebsart der Heizungsregelung, bei der die Heizkörper oder die Fußbodenheizung nicht mehr mit Wärme versorgt werden. Der Wärmeerzeuger bleibt aber aktiv, um den Warmwasserspeicher zu laden oder Warmwasser im Durchlauf zu erwärmen. Man kann es mit einem Auto im Sparmodus vergleichen: Der Motor läuft nur dann, wenn tatsächlich Leistung gebraucht wird. Viele Regelungen wechseln automatisch in den Sommerbetrieb, sobald die Außentemperatur über einer eingestellten Heizgrenze liegt. Alternativ lässt sich die Betriebsart manuell am Bedienfeld oder per App umschalten.

Praxisbezug bei Hammer Haustechnik

Bei der Einstellung der Heizungsregelung legen wir von Hammer Haustechnik gemeinsam mit Ihnen fest, ab welcher Außentemperatur die Anlage in den Sommerbetrieb wechseln soll. Dabei berücksichtigen wir das Gebäude, die Dämmung und Ihre Komfortwünsche. Bei Anlagen mit Solarthermie oder Wärmepumpe achten wir darauf, dass die Warmwasserbereitung im Sommer möglichst effizient läuft. Außerdem prüfen wir, ob die Regelung die Umwälzpumpe regelmäßig kurz anlaufen lässt, damit sie nach der Sommerpause nicht festsitzt. Die Übergangszeit im Frühjahr und Herbst ist oft ein guter Zeitpunkt für die Wartung.

Funktionsweise

Die Regelung vergleicht die gemessene Außentemperatur, oft als gedämpfter Mittelwert, mit der eingestellten Sommer-Winter-Umschaltgrenze. Wird diese überschritten, sperrt sie die Heizkreise, schließt Mischer und schaltet die Heizkreispumpe ab. Die Warmwasserbereitung bleibt nach Zeitprogramm aktiv. Fällt die Außentemperatur wieder dauerhaft unter die Grenze, schaltet die Anlage automatisch zurück in den Heizbetrieb. Ein Pumpen- und Ventilschutz sorgt dafür, dass bewegliche Teile in der Heizpause nicht blockieren.

Vorteile

Energieeinsparung im Sommer
Warmwasser bleibt verfügbar
Automatische Umschaltung möglich
Weniger Verschleiß

Nachteile

Kühle Räume an kalten Sommertagen
Umschaltgrenze muss passend eingestellt sein
Pumpen können ohne Schutzfunktion festsitzen

FAQs

Häufig gestellte Fragen

Das ist nur sinnvoll, wenn Ihr Warmwasser unabhängig von der Heizung erzeugt wird. Sonst ist der Sommerbetrieb die bessere Wahl, denn er erhält die Warmwasserversorgung und die Schutzfunktionen der Anlage.
Eine feste Regel gibt es nicht, denn gut gedämmte Häuser benötigen früher keine Heizwärme mehr als unsanierte. Wir stellen die Umschaltgrenze passend zu Ihrem Gebäude und Ihren Gewohnheiten ein.
Das ist in der Regel die Warmwasserbereitung, die den Speicher nach Zeitprogramm nachlädt. Zusätzlich lassen viele Regelungen Pumpen und Ventile in der Heizpause kurz anlaufen, damit sie nicht festsitzen. Werden Heizkörper dabei spürbar warm, sollten die Einstellungen der Regelung überprüft werden.
Besser ist es, die Thermostatköpfe im Sommer vollständig zu öffnen. So bleiben die Ventilstifte beweglich und setzen sich nicht fest, während der Sommerbetrieb ohnehin dafür sorgt, dass kein Heizwasser zu den Heizkörpern gelangt.

Verwandte begriffe

Wasserführender Kaminofen

[ˈvasɐˌfyːʁəndɐ kaˈmiːnˌʔoːfn̩]
Ein wasserführender Kaminofen heizt nicht nur den Aufstellraum, sondern gibt einen Teil seiner Wärme über eine Wassertasche an die Zentralheizung ab.

Rücklauftemperatur

[ˈʁʏklaʊ̯ftɛmpəʁaˌtuːɐ̯]
Die Rücklauftemperatur ist die Temperatur des Heizungswassers, das nach der Wärmeabgabe zum Wärmeerzeuger zurückfließt. Je niedriger sie ist, desto effizienter arbeiten Brennwertgeräte und Wärmepumpen.

Aufbereitetes Heizungswasser

[ˈaʊ̯fbəˌʁaɪ̯tətəs ˈhaɪ̯t͡sʊŋsˌvasɐ]
Aufbereitetes Heizungswasser ist enthärtetes oder entsalztes Füllwasser für die Heizung. Es schützt Kessel, Wärmetauscher und Rohre vor Kalkablagerungen und Korrosion.

Heizlastberechnung

[ˈhaɪ̯t͡sˌlastbəˌʁɛçnʊŋ]
Die Heizlastberechnung ermittelt, wie viel Wärmeleistung ein Gebäude an den kältesten Tagen benötigt. Sie ist die Grundlage für die richtige Auslegung jeder Heizungsanlage.

Fernwärmeübergabestation

[ˈfɛʁnvɛʁməˌʔyːbɐɡaːbəʃtaˌt͡si̯oːn]
Eine Fernwärmeübergabestation verbindet das Fernwärmenetz mit der Heizungsanlage im Gebäude. Sie überträgt die Wärme, regelt Temperaturen und erfasst den Verbrauch.

Pelletheizung

[ˈpɛlətˌhaɪ̯t͡sʊŋ]
Eine Pelletheizung verbrennt gepresste Holzpellets, um Heizwärme und Warmwasser zu erzeugen. Sie arbeitet vollautomatisch und nutzt einen nachwachsenden Brennstoff.

Abgasrohr

[ˈapɡaːsˌʁoːɐ̯]
Das Abgasrohr leitet die Verbrennungsgase eines Heizkessels oder Ofens sicher ins Freie. Material und Ausführung müssen zur Feuerstätte passen, bei Brennwertgeräten etwa feuchteunempfindlich sein.

Smarthome-Heizungssteuerung

[ˈsmaːɐ̯tˌhoːm ˈhaɪ̯t͡sʊŋsˌʃtɔɪ̯ɐʁʊŋ]
Eine Smarthome-Heizungssteuerung regelt Heizung und Raumtemperaturen digital, per App oder Zeitplan. Sie hilft, Wärme nur dann bereitzustellen, wenn sie tatsächlich gebraucht wird.

Frostschutz-Stellung

[ˈfʁɔstʃʊt͡sˌʃtɛlʊŋ]
Die Frostschutz-Stellung ist eine Einstellung an Thermostatköpfen oder Heizungsreglern, die Räume und Leitungen vor dem Einfrieren schützt, ohne sie spürbar zu beheizen.

Kesselthermostat

[ˈkɛsl̩tɛʁmoˌstaːt]
Ein Kesselthermostat regelt die Temperatur des Wassers im Heizkessel. Er schaltet den Brenner ein und aus, sobald die eingestellte Kesseltemperatur unter- oder überschritten wird.