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[ˈkɛsl̩tɛʁmoˌstaːt]

Kesselthermostat

Ein Kesselthermostat regelt die Temperatur des Wassers im Heizkessel. Er schaltet den Brenner ein und aus, sobald die eingestellte Kesseltemperatur unter- oder überschritten wird.
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Fabian Hammer

Geschäftsführer

Was ist ein Kesselthermostat?

Ein Kesselthermostat ist ein Temperaturregler direkt am Heizkessel. Er misst, wie warm das Wasser im Kessel ist, und sorgt dafür, dass der Brenner nur so lange läuft, bis der eingestellte Wert erreicht ist. Das Prinzip ähnelt einem Wasserkocher, der sich selbst abschaltet, sobald das Wasser heiß genug ist. Bei älteren Öl- und Gaskesseln ist der Kesselthermostat oft ein Drehknopf mit Temperaturskala. Moderne Brennwertgeräte regeln die Kesseltemperatur dagegen elektronisch und passen sie über die Heizkurve an die Außentemperatur an. Zusätzlich schützt ein separater Sicherheitstemperaturbegrenzer vor Überhitzung.

Praxisbezug bei Hammer Haustechnik

In vielen Bestandsgebäuden treffen wir auf Kessel, deren Thermostat dauerhaft auf hoher Stufe steht. Das kostet unnötig Energie und verhindert bei Brennwertgeräten die Kondensation. Hammer Haustechnik prüft bei der Wartung die Einstellungen, stellt Regelung und Heizkurve auf Ihr Gebäude ein und erklärt Ihnen, welche Werte sinnvoll sind. Ist ein alter Kessel mit einfacher Thermostatregelung verbaut, beraten wir Sie zu einer modernen, witterungsgeführten Brennwertlösung oder zu Alternativen wie einer Wärmepumpe oder Hybridheizung.

Funktionsweise

Ein Temperaturfühler im Kessel meldet laufend die aktuelle Wassertemperatur. Liegt sie unter dem Sollwert abzüglich einer kleinen Schaltdifferenz, gibt der Thermostat den Brenner frei. Der Brenner erhitzt das Wasser, bis der Sollwert erreicht ist, und schaltet dann ab. Kühlt das Wasser durch die Wärmeabgabe an die Heizkörper wieder ab, beginnt der Zyklus erneut. Bei modernen Anlagen übernimmt eine elektronische Regelung diese Aufgabe und moduliert die Brennerleistung stufenlos.

Vorteile

Einfache Bedienung
Schutz vor unnötig hohen Temperaturen
Robuste Technik
Grundlage für sicheren Betrieb

Nachteile

Fest eingestellte Werte oft zu hoch
Keine Anpassung an Außentemperatur
Häufiges Takten bei älteren Geräten

FAQs

Häufig gestellte Fragen

Das hängt vom Kessel, den Heizkörpern und der Dämmung Ihres Hauses ab. Grundsätzlich gilt: so niedrig wie möglich, so hoch wie nötig. Wir ermitteln bei einer Wartung gerne die passende Einstellung für Ihre Anlage.
Der Kesselthermostat regelt die Wassertemperatur im Kessel, der Raumthermostat die Lufttemperatur in einem Raum. Beide können zusammenarbeiten, wobei moderne Anlagen meist über eine witterungsgeführte Regelung gesteuert werden.
Bei manchen älteren Kesseln ist eine Nachrüstung technisch möglich, sie lohnt sich aber nicht immer. Hat der Kessel bereits viele Betriebsjahre hinter sich, ist oft ein Heizungstausch die wirtschaftlichere Lösung. Wir prüfen Ihre Anlage und zeigen Ihnen beide Möglichkeiten auf.

Verwandte begriffe

Wasserführender Kaminofen

[ˈvasɐˌfyːʁəndɐ kaˈmiːnˌʔoːfn̩]
Ein wasserführender Kaminofen heizt nicht nur den Aufstellraum, sondern gibt einen Teil seiner Wärme über eine Wassertasche an die Zentralheizung ab.

Rücklauftemperatur

[ˈʁʏklaʊ̯ftɛmpəʁaˌtuːɐ̯]
Die Rücklauftemperatur ist die Temperatur des Heizungswassers, das nach der Wärmeabgabe zum Wärmeerzeuger zurückfließt. Je niedriger sie ist, desto effizienter arbeiten Brennwertgeräte und Wärmepumpen.

Aufbereitetes Heizungswasser

[ˈaʊ̯fbəˌʁaɪ̯tətəs ˈhaɪ̯t͡sʊŋsˌvasɐ]
Aufbereitetes Heizungswasser ist enthärtetes oder entsalztes Füllwasser für die Heizung. Es schützt Kessel, Wärmetauscher und Rohre vor Kalkablagerungen und Korrosion.

Heizlastberechnung

[ˈhaɪ̯t͡sˌlastbəˌʁɛçnʊŋ]
Die Heizlastberechnung ermittelt, wie viel Wärmeleistung ein Gebäude an den kältesten Tagen benötigt. Sie ist die Grundlage für die richtige Auslegung jeder Heizungsanlage.

Fernwärmeübergabestation

[ˈfɛʁnvɛʁməˌʔyːbɐɡaːbəʃtaˌt͡si̯oːn]
Eine Fernwärmeübergabestation verbindet das Fernwärmenetz mit der Heizungsanlage im Gebäude. Sie überträgt die Wärme, regelt Temperaturen und erfasst den Verbrauch.

Pelletheizung

[ˈpɛlətˌhaɪ̯t͡sʊŋ]
Eine Pelletheizung verbrennt gepresste Holzpellets, um Heizwärme und Warmwasser zu erzeugen. Sie arbeitet vollautomatisch und nutzt einen nachwachsenden Brennstoff.

Abgasrohr

[ˈapɡaːsˌʁoːɐ̯]
Das Abgasrohr leitet die Verbrennungsgase eines Heizkessels oder Ofens sicher ins Freie. Material und Ausführung müssen zur Feuerstätte passen, bei Brennwertgeräten etwa feuchteunempfindlich sein.

Sommerbetrieb (Heizung)

[ˈzɔmɐbəˌtʁiːp]
Im Sommerbetrieb schaltet die Heizungsanlage die Raumheizung ab und erzeugt nur noch Warmwasser. Das spart Energie in der warmen Jahreszeit, ohne auf warmes Wasser zu verzichten.

Smarthome-Heizungssteuerung

[ˈsmaːɐ̯tˌhoːm ˈhaɪ̯t͡sʊŋsˌʃtɔɪ̯ɐʁʊŋ]
Eine Smarthome-Heizungssteuerung regelt Heizung und Raumtemperaturen digital, per App oder Zeitplan. Sie hilft, Wärme nur dann bereitzustellen, wenn sie tatsächlich gebraucht wird.

Frostschutz-Stellung

[ˈfʁɔstʃʊt͡sˌʃtɛlʊŋ]
Die Frostschutz-Stellung ist eine Einstellung an Thermostatköpfen oder Heizungsreglern, die Räume und Leitungen vor dem Einfrieren schützt, ohne sie spürbar zu beheizen.