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[ˈfʁɔstʃʊt͡sˌʃtɛlʊŋ]

Frostschutz-Stellung

Die Frostschutz-Stellung ist eine Einstellung an Thermostatköpfen oder Heizungsreglern, die Räume und Leitungen vor dem Einfrieren schützt, ohne sie spürbar zu beheizen.
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Fabian Hammer

Geschäftsführer

Was ist die Frostschutz-Stellung?

Die Frostschutz-Stellung ist die niedrigste Einstellung an einem Thermostatkopf, meist mit einem Schneeflocken- oder Sternsymbol gekennzeichnet. In dieser Stellung bleibt das Ventil geschlossen, solange der Raum nicht zu stark auskühlt. Sinkt die Raumtemperatur auf etwa 5 bis 7 °C, öffnet das Ventil und lässt gerade so viel warmes Wasser durch, dass Heizkörper und Leitungen nicht einfrieren. Man kann sich das wie eine Notwache vorstellen: Sie schläft die meiste Zeit, greift aber ein, bevor Schaden entsteht. Auch viele Heizungsregler bieten eine Frostschutzfunktion für die gesamte Anlage.

Praxisbezug bei Hammer Haustechnik

Gerade bei selten genutzten Räumen, Ferienwohnungen oder längerer Abwesenheit im Winter fragen uns Kunden, wie weit sie die Heizung herunterdrehen dürfen. Hammer Haustechnik erklärt Ihnen die richtige Einstellung von Thermostatköpfen und Regelung und prüft, ob die Frostschutzfunktion Ihres Wärmeerzeugers aktiv ist. In unbeheizten Bereichen wie Garagen oder Kellern achten wir darauf, dass wasserführende Leitungen ausreichend geschützt sind. Bei Bedarf tauschen wir defekte Thermostatköpfe oder festsitzende Ventile aus, damit der Frostschutz zuverlässig funktioniert.

Funktionsweise

Im Thermostatkopf befindet sich ein Dehnstoffelement, das sich bei Wärme ausdehnt und bei Kälte zusammenzieht. In der Frostschutz-Stellung ist der Öffnungspunkt sehr niedrig eingestellt. Fällt die Raumtemperatur unter diesen Wert, zieht sich das Element zusammen und der Ventilstift gibt den Durchfluss frei. Warmes Heizungswasser strömt in den Heizkörper, bis die Temperatur wieder steigt. Die Anlagenregelung schaltet zusätzlich bei sehr niedrigen Außentemperaturen die Pumpe ein, damit das Wasser in Bewegung bleibt.

Vorteile

Schutz vor Frostschäden
Minimaler Energieverbrauch
Einfach einstellbar
Ideal bei Abwesenheit

Nachteile

Schimmelgefahr in kalten Räumen
Langes Aufheizen danach
Wirkt nur bei funktionierender Heizung

FAQs

Häufig gestellte Fragen

Für kurze Abwesenheiten ist das möglich, sofern die Heizung selbst in Betrieb bleibt. Bei längeren Reisen empfehlen wir eine etwas höhere Grundtemperatur, damit Wände nicht auskühlen und sich kein Kondenswasser bildet.
Das ist gewollt: Sinkt die Raumtemperatur auf den Frostschutzwert, öffnet das Ventil kurz. So wird verhindert, dass Wasser im Heizkörper oder in den Leitungen gefriert.
Nein, die Frostschutz-Stellung am Thermostatkopf wirkt nur, wenn der Wärmeerzeuger in Betrieb ist und warmes Wasser liefern kann. Wird die Heizung komplett abgeschaltet, besteht bei Frost die Gefahr, dass Leitungen und Heizkörper einfrieren und platzen. Lassen Sie die Anlage deshalb im Winter mindestens im Frostschutzbetrieb der Regelung laufen.

Verwandte begriffe

Wasserführender Kaminofen

[ˈvasɐˌfyːʁəndɐ kaˈmiːnˌʔoːfn̩]
Ein wasserführender Kaminofen heizt nicht nur den Aufstellraum, sondern gibt einen Teil seiner Wärme über eine Wassertasche an die Zentralheizung ab.

Rücklauftemperatur

[ˈʁʏklaʊ̯ftɛmpəʁaˌtuːɐ̯]
Die Rücklauftemperatur ist die Temperatur des Heizungswassers, das nach der Wärmeabgabe zum Wärmeerzeuger zurückfließt. Je niedriger sie ist, desto effizienter arbeiten Brennwertgeräte und Wärmepumpen.

Aufbereitetes Heizungswasser

[ˈaʊ̯fbəˌʁaɪ̯tətəs ˈhaɪ̯t͡sʊŋsˌvasɐ]
Aufbereitetes Heizungswasser ist enthärtetes oder entsalztes Füllwasser für die Heizung. Es schützt Kessel, Wärmetauscher und Rohre vor Kalkablagerungen und Korrosion.

Heizlastberechnung

[ˈhaɪ̯t͡sˌlastbəˌʁɛçnʊŋ]
Die Heizlastberechnung ermittelt, wie viel Wärmeleistung ein Gebäude an den kältesten Tagen benötigt. Sie ist die Grundlage für die richtige Auslegung jeder Heizungsanlage.

Fernwärmeübergabestation

[ˈfɛʁnvɛʁməˌʔyːbɐɡaːbəʃtaˌt͡si̯oːn]
Eine Fernwärmeübergabestation verbindet das Fernwärmenetz mit der Heizungsanlage im Gebäude. Sie überträgt die Wärme, regelt Temperaturen und erfasst den Verbrauch.

Pelletheizung

[ˈpɛlətˌhaɪ̯t͡sʊŋ]
Eine Pelletheizung verbrennt gepresste Holzpellets, um Heizwärme und Warmwasser zu erzeugen. Sie arbeitet vollautomatisch und nutzt einen nachwachsenden Brennstoff.

Abgasrohr

[ˈapɡaːsˌʁoːɐ̯]
Das Abgasrohr leitet die Verbrennungsgase eines Heizkessels oder Ofens sicher ins Freie. Material und Ausführung müssen zur Feuerstätte passen, bei Brennwertgeräten etwa feuchteunempfindlich sein.

Sommerbetrieb (Heizung)

[ˈzɔmɐbəˌtʁiːp]
Im Sommerbetrieb schaltet die Heizungsanlage die Raumheizung ab und erzeugt nur noch Warmwasser. Das spart Energie in der warmen Jahreszeit, ohne auf warmes Wasser zu verzichten.

Smarthome-Heizungssteuerung

[ˈsmaːɐ̯tˌhoːm ˈhaɪ̯t͡sʊŋsˌʃtɔɪ̯ɐʁʊŋ]
Eine Smarthome-Heizungssteuerung regelt Heizung und Raumtemperaturen digital, per App oder Zeitplan. Sie hilft, Wärme nur dann bereitzustellen, wenn sie tatsächlich gebraucht wird.

Kesselthermostat

[ˈkɛsl̩tɛʁmoˌstaːt]
Ein Kesselthermostat regelt die Temperatur des Wassers im Heizkessel. Er schaltet den Brenner ein und aus, sobald die eingestellte Kesseltemperatur unter- oder überschritten wird.