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[ˈhaɪ̯t͡sˌlastbəˌʁɛçnʊŋ]

Heizlastberechnung

Die Heizlastberechnung ermittelt, wie viel Wärmeleistung ein Gebäude an den kältesten Tagen benötigt. Sie ist die Grundlage für die richtige Auslegung jeder Heizungsanlage.
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Fabian Hammer

Geschäftsführer

Was ist die Heizlastberechnung?

Die Heizlastberechnung ist ein genormtes Verfahren, mit dem die benötigte Heizleistung eines Gebäudes bestimmt wird. In Deutschland erfolgt sie nach DIN EN 12831. Berechnet wird, wie viel Wärme über Wände, Fenster, Dach und Boden sowie durch Lüftung verloren geht, wenn draußen die für den Standort festgelegte Norm-Außentemperatur herrscht. Das Ergebnis wird in Kilowatt angegeben, häufig auch raumweise. Der Vergleich mit einer Kleidergröße passt gut: Eine zu große Heizung läuft ineffizient und taktet häufig, eine zu kleine wird an kalten Tagen nicht warm genug. Die Berechnung sorgt für die passende Größe.

Praxisbezug bei Hammer Haustechnik

Bei Hammer Haustechnik steht die Heizlastberechnung am Anfang jeder neuen Heizungsplanung, ob Wärmepumpe, Brennwertgerät, Pellet- oder Hybridheizung. Gerade bei Wärmepumpen ist eine genaue Auslegung entscheidend für einen effizienten Betrieb. Wir erfassen dafür Baujahr, Bauteile, Fensterflächen und Sanierungsstand Ihres Hauses und berechnen die Heizlast raumweise. Die Ergebnisse nutzen wir auch für die Prüfung der Heizkörper, die Festlegung der Vorlauftemperatur und den hydraulischen Abgleich. Zudem ist eine Heizlastberechnung bei vielen Förderprogrammen gefordert.

Funktionsweise

Zuerst werden die Gebäudedaten aufgenommen: Flächen und Aufbau von Wänden, Fenstern, Dach und Boden sowie deren Wärmedurchgangskoeffizienten. Dazu kommen Raumgrößen, gewünschte Raumtemperaturen und die Norm-Außentemperatur am Standort. Daraus werden für jeden Raum die Transmissionswärmeverluste über die Bauteile und die Lüftungswärmeverluste berechnet. Die Summe ergibt die Raumheizlast, zusammengefasst die Gebäudeheizlast. Auf dieser Basis werden Wärmeerzeuger, Heizflächen und Rohrnetz dimensioniert.

Vorteile

Richtige Anlagengröße

Nachteile

Aufwendige Datenaufnahme

FAQs

Häufig gestellte Fragen

Das hängt von Größe und Komplexität des Gebäudes sowie von den vorhandenen Unterlagen ab. Für ein Einfamilienhaus genügt meist ein Vor-Ort-Termin zur Datenaufnahme, die eigentliche Berechnung erfolgt anschließend im Büro. Liegen aktuelle Pläne und Angaben zu Sanierungen vor, geht es schneller.
Wenn ein Heizungstausch ansteht, ist das sehr sinnvoll, denn Sanierungen senken den Wärmebedarf oft deutlich. Eine aktualisierte Berechnung zeigt, ob der neue Wärmeerzeuger kleiner ausfallen kann und ob sich Vorlauftemperaturen absenken lassen. Das kommt besonders einer Wärmepumpe zugute.
Nein, alte Kessel sind oft deutlich überdimensioniert, zumal viele Häuser inzwischen gedämmt wurden oder neue Fenster haben. Wer die alte Leistung übernimmt, riskiert eine ineffiziente Anlage. Vor allem bei Wärmepumpen sollte die Heizlast neu berechnet werden.
Pläne erleichtern die Berechnung, sind aber nicht zwingend. Fehlen Unterlagen, nehmen wir die nötigen Maße und Bauteildaten bei einem Termin vor Ort auf.

Verwandte begriffe

Wasserführender Kaminofen

[ˈvasɐˌfyːʁəndɐ kaˈmiːnˌʔoːfn̩]
Ein wasserführender Kaminofen heizt nicht nur den Aufstellraum, sondern gibt einen Teil seiner Wärme über eine Wassertasche an die Zentralheizung ab.

Rücklauftemperatur

[ˈʁʏklaʊ̯ftɛmpəʁaˌtuːɐ̯]
Die Rücklauftemperatur ist die Temperatur des Heizungswassers, das nach der Wärmeabgabe zum Wärmeerzeuger zurückfließt. Je niedriger sie ist, desto effizienter arbeiten Brennwertgeräte und Wärmepumpen.

Aufbereitetes Heizungswasser

[ˈaʊ̯fbəˌʁaɪ̯tətəs ˈhaɪ̯t͡sʊŋsˌvasɐ]
Aufbereitetes Heizungswasser ist enthärtetes oder entsalztes Füllwasser für die Heizung. Es schützt Kessel, Wärmetauscher und Rohre vor Kalkablagerungen und Korrosion.

Fernwärmeübergabestation

[ˈfɛʁnvɛʁməˌʔyːbɐɡaːbəʃtaˌt͡si̯oːn]
Eine Fernwärmeübergabestation verbindet das Fernwärmenetz mit der Heizungsanlage im Gebäude. Sie überträgt die Wärme, regelt Temperaturen und erfasst den Verbrauch.

Pelletheizung

[ˈpɛlətˌhaɪ̯t͡sʊŋ]
Eine Pelletheizung verbrennt gepresste Holzpellets, um Heizwärme und Warmwasser zu erzeugen. Sie arbeitet vollautomatisch und nutzt einen nachwachsenden Brennstoff.

Abgasrohr

[ˈapɡaːsˌʁoːɐ̯]
Das Abgasrohr leitet die Verbrennungsgase eines Heizkessels oder Ofens sicher ins Freie. Material und Ausführung müssen zur Feuerstätte passen, bei Brennwertgeräten etwa feuchteunempfindlich sein.

Sommerbetrieb (Heizung)

[ˈzɔmɐbəˌtʁiːp]
Im Sommerbetrieb schaltet die Heizungsanlage die Raumheizung ab und erzeugt nur noch Warmwasser. Das spart Energie in der warmen Jahreszeit, ohne auf warmes Wasser zu verzichten.

Smarthome-Heizungssteuerung

[ˈsmaːɐ̯tˌhoːm ˈhaɪ̯t͡sʊŋsˌʃtɔɪ̯ɐʁʊŋ]
Eine Smarthome-Heizungssteuerung regelt Heizung und Raumtemperaturen digital, per App oder Zeitplan. Sie hilft, Wärme nur dann bereitzustellen, wenn sie tatsächlich gebraucht wird.

Frostschutz-Stellung

[ˈfʁɔstʃʊt͡sˌʃtɛlʊŋ]
Die Frostschutz-Stellung ist eine Einstellung an Thermostatköpfen oder Heizungsreglern, die Räume und Leitungen vor dem Einfrieren schützt, ohne sie spürbar zu beheizen.

Kesselthermostat

[ˈkɛsl̩tɛʁmoˌstaːt]
Ein Kesselthermostat regelt die Temperatur des Wassers im Heizkessel. Er schaltet den Brenner ein und aus, sobald die eingestellte Kesseltemperatur unter- oder überschritten wird.