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[ˈfɛʁnvɛʁməˌʔyːbɐɡaːbəʃtaˌt͡si̯oːn]

Fernwärmeübergabestation

Eine Fernwärmeübergabestation verbindet das Fernwärmenetz mit der Heizungsanlage im Gebäude. Sie überträgt die Wärme, regelt Temperaturen und erfasst den Verbrauch.
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Fabian Hammer

Geschäftsführer

Was ist eine Fernwärmeübergabestation?

Eine Fernwärmeübergabestation ist die Schnittstelle zwischen dem öffentlichen oder kommunalen Wärmenetz und der Hausheizung. Statt eines eigenen Kessels im Keller steht hier eine kompakte Einheit, die Wärme aus dem Netz übernimmt und an Heizkörper, Fußbodenheizung und Warmwasserbereitung weitergibt. Man kann sie sich wie einen Stromzähler mit Verteiler vorstellen, nur eben für Wärme. In den meisten Fällen trennt ein Wärmetauscher das Netzwasser hydraulisch vom Heizungswasser im Haus. Zur Station gehören außerdem Regelung, Sicherheitsarmaturen und ein Wärmemengenzähler für die Abrechnung mit dem Versorger.

Praxisbezug bei Hammer Haustechnik

Wo ein Fernwärme- oder Nahwärmenetz verfügbar ist, begleitet Hammer Haustechnik den Umstieg auf der Hausseite. Die Übergabestation selbst und der Netzanschluss liegen in der Regel in der Verantwortung des Wärmeversorgers, dessen technische Anschlussbedingungen gelten. Wir kümmern uns um die Anbindung an Ihre bestehende Heizungsverteilung, den Rückbau des alten Kessels, die Warmwasserbereitung und den hydraulischen Abgleich. Gerade niedrige Rücklauftemperaturen sind bei Fernwärme wichtig, deshalb stimmen wir Heizkreise und Regelung sorgfältig ab und beraten Sie zu den Möglichkeiten in Ihrem Gebäude.

Funktionsweise

Heißes Wasser aus dem Fernwärmenetz strömt über die Vorlaufleitung in die Station und durchfließt dort einen Plattenwärmetauscher. Auf der anderen Seite nimmt das Heizungswasser des Hauses die Wärme auf, ohne sich mit dem Netzwasser zu vermischen. Ein Regelventil steuert, wie viel Netzwasser durchfließt, damit die gewünschte Vorlauftemperatur im Haus erreicht wird. Das abgekühlte Wasser fließt zurück ins Netz. Der Wärmemengenzähler misst Durchfluss und Temperaturdifferenz und berechnet daraus den Verbrauch.

Vorteile

Kein eigener Brennstoff nötig
Geringer Platzbedarf
Wenig Wartungsaufwand
Kein Schornstein erforderlich

Nachteile

Bindung an einen Versorger
Nur mit Netzanschluss möglich
Hohe Rücklauftemperaturen mindern Effizienz

FAQs

Häufig gestellte Fragen

Das regelt der Vertrag mit dem Wärmeversorger. Häufig gehört die Station oder zumindest der Primärteil dem Versorger. Für die Hausanlage dahinter, also Heizkreise, Heizkörper und Warmwasser, sind Sie als Eigentümer zuständig.
In den meisten Fällen ja. Wir prüfen, ob Heizkörper und Rohrnetz zu den Temperaturen des Wärmenetzes passen, und führen einen hydraulischen Abgleich durch, damit die Wärme gleichmäßig verteilt wird.
Deutlich weniger als ein Heizkessel mit Brennstofflager: Die Station ist meist ein kompaktes Wandgerät oder ein kleiner Standschrank. Zusätzlich wird Platz für den Hausanschluss der Netzleitungen und gegebenenfalls einen Warmwasserspeicher benötigt. Ein Schornstein oder Tankraum entfällt.
Ja, auch wenn der Aufwand geringer ist als bei einem Kessel. Regelventile, Wärmetauscher, Schmutzfänger und Sicherheitsarmaturen sollten regelmäßig geprüft werden, damit die Rücklauftemperatur niedrig bleibt und keine Störungen auftreten. Welche Teile der Versorger wartet und welche in Ihrer Verantwortung liegen, ergibt sich aus dem Anschlussvertrag.

Verwandte begriffe

Wasserführender Kaminofen

[ˈvasɐˌfyːʁəndɐ kaˈmiːnˌʔoːfn̩]
Ein wasserführender Kaminofen heizt nicht nur den Aufstellraum, sondern gibt einen Teil seiner Wärme über eine Wassertasche an die Zentralheizung ab.

Rücklauftemperatur

[ˈʁʏklaʊ̯ftɛmpəʁaˌtuːɐ̯]
Die Rücklauftemperatur ist die Temperatur des Heizungswassers, das nach der Wärmeabgabe zum Wärmeerzeuger zurückfließt. Je niedriger sie ist, desto effizienter arbeiten Brennwertgeräte und Wärmepumpen.

Aufbereitetes Heizungswasser

[ˈaʊ̯fbəˌʁaɪ̯tətəs ˈhaɪ̯t͡sʊŋsˌvasɐ]
Aufbereitetes Heizungswasser ist enthärtetes oder entsalztes Füllwasser für die Heizung. Es schützt Kessel, Wärmetauscher und Rohre vor Kalkablagerungen und Korrosion.

Heizlastberechnung

[ˈhaɪ̯t͡sˌlastbəˌʁɛçnʊŋ]
Die Heizlastberechnung ermittelt, wie viel Wärmeleistung ein Gebäude an den kältesten Tagen benötigt. Sie ist die Grundlage für die richtige Auslegung jeder Heizungsanlage.

Pelletheizung

[ˈpɛlətˌhaɪ̯t͡sʊŋ]
Eine Pelletheizung verbrennt gepresste Holzpellets, um Heizwärme und Warmwasser zu erzeugen. Sie arbeitet vollautomatisch und nutzt einen nachwachsenden Brennstoff.

Abgasrohr

[ˈapɡaːsˌʁoːɐ̯]
Das Abgasrohr leitet die Verbrennungsgase eines Heizkessels oder Ofens sicher ins Freie. Material und Ausführung müssen zur Feuerstätte passen, bei Brennwertgeräten etwa feuchteunempfindlich sein.

Sommerbetrieb (Heizung)

[ˈzɔmɐbəˌtʁiːp]
Im Sommerbetrieb schaltet die Heizungsanlage die Raumheizung ab und erzeugt nur noch Warmwasser. Das spart Energie in der warmen Jahreszeit, ohne auf warmes Wasser zu verzichten.

Smarthome-Heizungssteuerung

[ˈsmaːɐ̯tˌhoːm ˈhaɪ̯t͡sʊŋsˌʃtɔɪ̯ɐʁʊŋ]
Eine Smarthome-Heizungssteuerung regelt Heizung und Raumtemperaturen digital, per App oder Zeitplan. Sie hilft, Wärme nur dann bereitzustellen, wenn sie tatsächlich gebraucht wird.

Frostschutz-Stellung

[ˈfʁɔstʃʊt͡sˌʃtɛlʊŋ]
Die Frostschutz-Stellung ist eine Einstellung an Thermostatköpfen oder Heizungsreglern, die Räume und Leitungen vor dem Einfrieren schützt, ohne sie spürbar zu beheizen.

Kesselthermostat

[ˈkɛsl̩tɛʁmoˌstaːt]
Ein Kesselthermostat regelt die Temperatur des Wassers im Heizkessel. Er schaltet den Brenner ein und aus, sobald die eingestellte Kesseltemperatur unter- oder überschritten wird.